Goldlegierungen - Gelbgold, Rotgold, Weißgold, etc.

Edelmetalle gibt es oft in zahlreichen verschiedenen Farben, welche durch Legierungen entstehen. Unter einer Legierung versteht man einen metallischen Werkstoff, der aus mindestens zwei Elementen besteht, die gemeinsam die metalltypischen Merkmale kristalliner Aufbau mit Metallbindung aufweisen. Hierbei handelt es sich dann nicht mehr um Feingold mit einem Reinhaltsgraf von 999 Promille oder 24 Karat. Diese Legierungen gibt es entsprechend auch bei Gold. Grund hierfür ist neben den Kosten bzw. des Goldpreises, der Verwendungsart auch die Nutzung als Goldschmuck, denn nicht jeder mag den gelben Glanz des Goldes.

Gelbgold

Bei Geldgold handelt es sich um eine Goldart, die dem klassischen Feingold und dessen gelber Farbe sehr ähnlich ist. Die Legierung besteht dabei neben Gold auch aus Silber und Kupfer, wobei sich die Farbgebung aus dem Verhältnis der Mischung ergibt. Bei abnehmendem Goldanteil verringert sich die Farbtiefe des gelben Farbtons. Mit zunehmendem Anteil an Silber entsteht ein deutlich helleres Gelb, während durch die Zugabe durch einen stärkeren Anteil von Kupfer eine eher orange Färbe entsteht.

Weißgold und Graugold

Weißgold wurde vor rund 100 Jahren als günstige Alternative zum Platin für Schmuckzwecke entwickelt - oft wird hier auch von "Graugold" gesprochen. Bis zu diesem Zeitpunkt war man auf die Metalle Silber, Platin oder das etwas dunklere Palladium angewiesen. Aus Kostengründen wurde entsprechend das Weißgold entwickelt, welches speziell farblose Brilliaten wirklungsvoll in Schmuckstücken hervorheben sollte. Um die helle Farbe zu erzeugen, erfolgt die Beimischung von Palladium, Nickel oder Silber. Wie bei Gelbgold sorgt das entsprechende Muschungsverhältnis für den gewünschten Farbton.

Rotgold und Russengold

Bei Rotgold handelt es sich um eine Goldlegierung die primär aus der Zusammensetzung von Feingold und einem hohen Anteil Kupfer besteht. Gelegentlich wird auch eine geringe Menge Silber beigemischt. Der relativ hohe Kupferanteil, der deutlich über dem von Silber liegt, ist für die namensgebende "rote" Färbung und Härte des Materials verantwortlich. Je nach Region werden unterschiedliche Farbtöne des Rotgoldes bevorzugt. Im Süden Europas wird beispielsweise ein deutlich dunklerer Farbton bevorzugt. In der ehemaligen DDR wurde Rotgold zudem als "Russengold" bezeichnet. Altes Russengold hat einen den eher ungebrächlichen Feingehalt von 583 und ist weist ein helleres Rot auf als bei aktuellem Rotgold.

Grüngold

Grüngold zeigt eine gelb/grüne Färbung, die durch den kompletten Verzicht auf Kupfer basiert. Stattdessen entsteht die Färbung durch ein Atomverhältnis Gold:Silber 1:1. Der deutlichste Grüntun im Grüngold entsteht bei einem Goldanteil von 646, wobei der Silberanteil bei ca. 40% leigt. Durch den Ersatz des Silbers durch Cadmium läßt sich der Grünton zusätzlich intensivieren. Im Schmuck und Anlagebereich findet Grüngold allerdings eher selten Verwendung.

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